Cornelia Vonlanthen Schildknecht
weiss, worauf Jugendliche bei der Lehrstellensuche achten sollten.
Seit 90 Jahren fährt eine Standseilbahn vom Bahnhof in Unterwasser hinauf zum Iltios. Derzeit laufen die Bauarbeiten für das neue Bahnhofgebäude auf Hochtouren. Die Eröffnung ist auf die Wintersaison geplant.
Unterwasser Noch läuft der Billettbezug für die Toggenburg Bergbahnen über ein Container-Provisorium. Gegenüber entsteht das neue Bahnhofsgebäude. Die ToZ hat Alex Singenberger, der für Marketing und Verkauf zuständig ist, zum Stand der Bauarbeiten und der Eröffnung befragt.
Alex Singenberger, wie haben Sie die letzte Fahrt am Ostermontag erlebt?
Einerseits sind wir schon lange in der Planungsphase für den neuen Bahnhof. Andererseits machte ich mir Gedanken über die Zeit, wenn der Bahnbetrieb wegen der Bauarbeiten ruht. Es wurde mir bewusst wie speziell es ist, mit einer Standseilbahn in den Bergen fahren zu können.
War auch etwas Wehmut dabei?
Nein, es war mehr die Vorfreude auf den Baustart für das neue Projekt.
Wie weit sind die Bauarbeiten fortgeschritten?
Wir sind sehr gut im Plan und das ist vor allem unseren Bauarbeitern zu verdanken. Sie haben sich mit den verschiedenen Wetterphasen sehr gut arrangiert. Man sieht bereits den Bahnhofcharakter, wo die Bahn ein und ausfahren wird. Im weiteren die beiden Gebäude Ost und West. Diese werden ein Café sowie einen Gästeinformationsbereich und Büroräumlichkeiten für die Klangwelt enthalten.
Gab es wegen dem nassen Frühsommer Verzögerungen?
Ja, es gab wenige Verzögerungen. Diese wurden aber inzwischen wieder wettgemacht. Wegen des anhaltend nassen Wetters musste die Holzkonstruktion zum Teil abgedeckt werden. Der Zeitplan ist aber sehr straff.
Welches Holz wird für die neue Talstation verwendet?
Bei sämtlichen Projekten der Toggenburg Bergbahnen ist uns die Regionalität sehr wichtig. Für die Fassade haben wir Bergmondholz vom Wildhauser Rosswald verwendet.
Das grossflächige Dach wird einen Knick haben. Was ist dabei herausfordernd?
Das ist vor allem in der Umsetzung Millimeterarbeit. Die einzelnen Teile müssen haargenau aufeinander abgestimmt werden. Das ist für alle eine grosse Herausforderung. Ich bezeichne es als Meisterleistung des Handwerks. Ich bin überzeugt, dass wir bereits eine der schönsten Bergstationen weltweit haben. Nun kommt noch die ebenbürtige Talstation dazu.
Nach 50 Jahren wurden die roten Wagen getrennt. Wagen Nummer 1 ist im Seilbahnmuseum Kandersteg. Für den Wagen Nummer 2 wird ein Platz gesucht. Gibt es schon Interessenten?
Ja, wir haben einen Wettbewerb ausgeschrieben und schon einige Ideen erhalten. Wir müssen die Vorschläge nun prüfen. Ein Entscheid soll noch vor der Eröffnung fallen.
Wie sehen die neuen Wagen aus?
Sie werden wieder rot sein und mehr Reisekomfort bieten. Zudem sind die Fenster so angebracht, dass auch Kinder besser die Aussicht geniessen können. Das erste Abteil des Wagens bietet einen barrierefreien Zugang für Menschen mit einem Handicap.
Gibt es technische Neuerungen im Bereich Antrieb?
Wir bringen alles auf den neuesten Stand. Eine wichtige Neuerung im Bereich Energie ist die Photovol-taikanlage auf dem Bahnhofsdach.
Ist das Bauvorhaben im Budget?
Wir sind von unliebsamen Überraschungen verschont geblieben und dank dem straffen Konzept auf Kurs.
Wann findet die Jungfernfahrt statt?
Da spielen verschiedene Aspekte mit. Einerseits steht unser Wunschdatum, andererseits muss das fertige Projekt von diversen Stellen geprüft werden, bevor die erste Fahrt mit Passagieren stattfinden kann. Unser Ziel ist es, dass wir Ende August den Eröffnungstag bekannt geben können.
Interview: Andreas Lehmann
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